Wenn jemand heute nach einem «Steuerberater in Aarau» sucht, läuft das anders ab als vor zwei Jahren. Google zeigt oft keine Link-Liste mehr als erstes Ergebnis. Stattdessen erscheint eine KI-generierte Zusammenfassung direkt auf der Ergebnisseite. Immer mehr Menschen tippen ihre Fragen ausserdem direkt in ChatGPT oder Perplexity und bekommen eine Empfehlung, ohne je eine Website zu besuchen.
Was Google AI Overviews für lokale Suchanfragen bedeutet
Viele lokale Betriebe sehen seit der breiteren Einführung von AI Overviews weniger organischen Traffic, obwohl ihre Suchposition dieselbe geblieben ist. Laut einer Ahrefs-Studie vom Dezember 2025 sank die Klickrate auf die ersten Suchergebnisse um bis zu 58 Prozent, wenn ein AI Overview erschien. Der Nutzer bekommt die Antwort auf der Ergebnisseite und klickt nicht weiter.
Bei informationsbasierten Suchanfragen ist das schon Alltag. Bei lokalen Anfragen wie «Zahnarzt Wettingen» oder «Maler Aarau» sind AI Overviews noch seltener, aber Google testet die Funktion laufend weiter.
ChatGPT als Empfehlungskanal
Immer mehr Menschen nutzen KI-Chatbots, um Dienstleister zu finden. «Welcher Elektriker in Baden ist empfehlenswert?» «Welche Webdesign-Agentur in Aargau passt für KMU?» ChatGPT, Perplexity und Googles Gemini durchsuchen dafür das Web, lesen Websites, Branchenverzeichnisse und Bewertungsplattformen, und bauen daraus eine Antwort.
Wer mit seiner Website die Fragen potenzieller Kunden klar beantwortet, taucht in diesen Antworten auf. Wer es nicht tut, existiert für diese Nutzer schlicht nicht.
Das ist kein Werbebudget-Problem. Wer in ChatGPT oder Gemini als Empfehlung auftaucht, verdient sich das durch Inhalt, nicht durch Anzeigen.
Was KI-Systeme als verlässlich einstufen
Google bewertet Websites nach E-E-A-T: Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Das klingt akademisch, ist aber ziemlich konkret.
- Fallbeispiele und Projektfotos statt allgemeiner Versprechen
- Fachbeiträge mit Inhalt, den ein Laie nicht in zehn Minuten selbst zusammengoogeln kann
- Kundenstimmen mit Namen und Firma, keine anonymen «Super Dienstleister!»-Zitate
- Vollständige Kontaktdaten, UID-Nummer im Impressum, transparente Preisangaben
Verbandsmitgliedschaften und Auszeichnungen gehören sichtbar auf die Seite, nicht versteckt im Footer. Nichts davon ist Hexerei. Es ist einfach das, was eine glaubwürdige Website von einer Platzhalterseite unterscheidet.
Struktur schlägt Keywords
Traditionelles SEO hat auf einzelne Keywords gesetzt: «Webdesign Aarau» dreimal im Text, fertig. Das hat funktioniert. Heute weniger, weil KI-Systeme Kontext verstehen. Sie erkennen, ob eine Website ein Thema wirklich durchdringt oder nur Stichworte aneinanderreiht.
Ein Schreiner in Baden, der erklärt, was verschiedene Holzarten kosten, wie lange ein Küchenprojekt dauert, was ein Aufmass bedeutet und worauf man bei der Auftragserteilung achten sollte, ist für Google und ChatGPT eine Quelle, der man vertrauen kann. Eine Seite mit fünf Sätzen über «Schreinerei in Baden» nicht.
Was das für deine Website bedeutet
Du musst die Website nicht neu bauen. Aber du musst aufhören, sie als Visitenkarte zu behandeln.
- Beantworte Fragen, die deine Kunden wirklich stellen: Was kostet das? Wie lange dauert es? Was brauche ich, bevor wir anfangen?
- Baue eine FAQ-Seite mit echtem Inhalt, also nicht «Was sind Ihre Öffnungszeiten», sondern die Fragen, die im ersten Gespräch immer kommen
- Implementiere Schema Markup: LocalBusiness- und FAQ-Schema helfen KI-Systemen, deine Inhalte korrekt einzuordnen
- Pflege dein Google Business Profile: Regelmässige Beiträge und beantwortete Rezensionen zeigen, dass der Betrieb aktiv ist
- Prüfe deine Einträge auf local.ch und search.ch: Falsche Adressen oder Telefonnummern untergraben das Vertrauen der KI in deine Daten, oft ohne dass du es merkst
Lokales SEO bleibt die Basis
Wer sein Google Business Profile vernachlässigt, wessen Website auf dem Handy nicht funktioniert oder wer gar keine Inhalte hat, die über eine Leistungsliste hinausgehen, den retten auch ausgeklügelte GEO-Strategien nicht.
Es reicht einfach nicht mehr, online zu sein. Wer in der KI-Suche sichtbar sein will, muss seine Website als Wissensquelle aufbauen, nicht als Prospekt.
Was Ridge Collective dabei macht
Ich denke beim Aufbau einer KMU-Website von Anfang an in beiden Richtungen: klassisches Local SEO für den Google-Map-Pack und die organischen Ergebnisse, dazu das GEO-Fundament für KI-Systeme. In der Praxis heisst das: strukturierte Daten, eine klare Inhaltsarchitektur und Texte, die echte Fragen beantworten statt Schlagworte aufzuzählen.
Wer eine Website für Menschen baut, klar und informativ, baut sie damit auch für KI.
Willst du wissen, ob deine aktuelle Website für die KI-Suche bereit ist? In einem kostenlosen 30-Minuten-Gespräch schauen wir es uns gemeinsam an.